Donnerstag, 22. Mai 2008

Den Regenwald an die Börse bringen?

Ein Viertel der weltweiten CO²-Emissionen entsteht durch Waldrodung. Die Holzwirtschaft im Regenwald bringt jährlich zwischen 100 und 500 Millionen Dollar allein für Papua-Neuguinea. 10 Milliarden jährlich werden gebraucht, um den Schutz des Tropenwalds rentabel zu machen. Der Regenwald aber ist einer der wichtigsten CO²-Speicher der Welt. Der SPIEGEL wird nächste Woche eine Titelgeschichte bringen, in dem ein interessanter Vorschlag gemacht wird, wie es sich lohnen könnte, CO² einzusparen, statt den Wald zu roden.

Kevin Conrad, Sprecher der Rainforest Coalition (die 42 Tropenwaldnationen), schlägt vor, den Regenwald an die Börse zu bringen. Sog. Wald-Wertscheine (Redd - Reduced Emissions from Deforestation and Degradation) werden seit der Bali-Konferenz 2007 diskutiert. Es geht darum, die Speicherung von CO² als Dienstleistung neu zu definieren. Wer verschmutzt, muss sich also Verschmutzungsrechte kaufen. Das System würde ähnlich wie der europäische Emissionshandel funktionieren. Das so eingenommene Geld könnte für neue Investitionen und nachhaltige Industrien in den Tropenwaldnationen eingesetzt werden.

Der vollständige Artikel findet sich hier.

Jonas


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